P0221 Generisch (SAE)

Drosselklappen-/Pedalstellungssensor "B" - Bereichs-/Funktionsfehler

Aktualisiert 2026-10-02 · Kraftstoff & Luft (Einspritzkreise)

Schweregrad
Mittel
Typische Reparaturkosten
40 – 550 EUR
System
Antrieb

Bedeutung

Das Signal von Sensor B ist elektrisch vorhanden, verhält sich aber nicht plausibel: es weicht stärker als zulässig von Sensor A ab, folgt nicht der angesteuerten Motorposition, oder die Summe A+B wandert vom erwarteten Wert von 5 V weg. Es handelt sich um einen Plausibilitätsfehler, keine Unterbrechung oder Kurzschluss, weshalb er oft sporadisch auftritt, wenn die Sensorbahn verschleißt oder sich ein Stecker erwärmt. Das Steuergerät begrenzt daraufhin die Drosselklappenfreigabe und speichert häufig einen Korrelationscode wie P2135.

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Symptome

  • Sporadischer Leistungsverlust oder Notlauf, oft nach dem Warmlaufen oder auf schlechten Straßen
  • Motorkontroll- und Drosselklappen-/EPC-Warnung, die nach Neustart manchmal wieder verschwindet
  • Unruhiger Leerlauf, der zwischen 600 und 1.200 U/min pendelt
  • Verzögerte Gasannahme oder tote Stelle bei einer bestimmten Pedalstellung
  • Tempomat schaltet sich ab

Häufige Ursachen

  1. Abgenutzte Widerstandsbahn von Sensor B mit nichtlinearem oder springendem Signal in einem Teilbereich
  2. Übergangswiderstand im Drosselklappenstecker oder aufgeweiteter Kontakt, bei Wärme schlimmer
  3. Starke Verkokung oder verbogene Klappe, wodurch der Stellmotor die Sollposition nur mühsam erreicht
  4. Keine Drosselklappenadaption nach Reinigung, Batterieabklemmen oder Austausch durchgeführt
  5. Kabelbaumschaden mit teilweisem Kurzschluss zwischen den Signalleitungen A und B
  6. Schwache 5-V-Referenz, die mit einem anderen defekten Sensor geteilt wird und die Summe verschiebt

Diagnose

  1. TPS A und TPS B gleichzeitig im Tester als Graph darstellen und die Drosselklappe langsam von geschlossen bis Vollgas durchfahren; A+B aufzeichnen und nach Punkten suchen, an denen die Summe 4,8-5,2 V verlässt oder B stehen bleibt, während A weiterläuft.
  2. Ist- und Sollwinkel der Drosselklappe im Leerlauf und bei 2.000 U/min vergleichen; eine Abweichung über 1-2 Prozent, die der Stellmotor nicht ausregelt, deutet auf eine hängende Klappe statt auf den Sensor.
  3. Ansaugschlauch abnehmen und Klappe sowie Gehäuse auf Verkokung prüfen; mit Drosselklappenreiniger und weichem Tuch reinigen, ohne die Klappe gegen das Motorgetriebe zu drücken.
  4. Stecker mit dem Heißluftfön erwärmen und dabei die Livedaten beobachten; ein plötzlicher Sprung in B beim Erwärmen bestätigt einen Kontaktwiderstand.
  5. 5-V-Referenz unter Last prüfen: bei allen angeschlossenen Sensoren sollen an der Drosselklappe 4,9-5,1 V anliegen; 4,6 V zeigen, dass ein anderer Sensor die Versorgung herunterzieht.
  6. Nach jeder Reinigung oder jedem Austausch die Drosselklappenadaption mit dem Tester durchführen (Zündung ein, Motor aus, meist 30-60 s) und prüfen, ob der Leerlaufwinkel im Herstellerfenster liegt, typisch 2-5 Prozent.

Häufige Fragen

Der Code kommt und geht - ist die Drosselklappe defekt?

Wahrscheinlich. Ein Bereichsfehler, der bei Wärme oder auf Bodenwellen auftritt, ist das klassische Zeichen einer abgenutzten Sensorbahn oder eines müden Steckers. In den Livedaten festhalten, bevor etwas getauscht wird.

Kann ich im Notlauf fahren, bis es repariert ist?

Kurze Strecken ja, aber das Fahrzeug beschleunigt nicht richtig und kann an Kreuzungen absterben. Überholen und Auffahren auf die Autobahn werden gefährlich.

Brauche ich nach dem Tausch der Drosselklappe eine Programmierung?

Die meisten Fahrzeuge benötigen eine Drosselklappenadaption oder Leerlaufanpassung mit dem Tester. Ohne sie drohen hoher Leerlauf, Absterben oder derselbe Code erneut.