Glossar · Bremsen

ABS (Antiblockiersystem)

Auch bekannt als: Antiblockiersystem, ABS-Steuergerät, Hydraulikblock, ABS-Pumpe

Definition

Das ABS verhindert das Blockieren der Räder bei starker Bremsung, indem es jeden Raddrehzahlsensor überwacht und, wenn ein Rad deutlich schneller verzögert als die anderen, den Druck an dieser Bremse über Magnetventile im Hydraulikblock schnell abbaut und wieder aufbaut, während eine Pumpe Flüssigkeit zum Hauptbremszylinder zurückfördert. Der Fahrer spürt Pulsieren im Pedal, das Fahrzeug bleibt lenkbar; dieselbe Hardware ist die Basis für Traktionskontrolle, ESP, Bremsassistent und Berganfahrhilfe. Fehlerquellen sind ganz überwiegend die Raddrehzahlsensoren mit Verkabelung und Impulsringen (gerissene Ringe, Rostaufbau, beschädigte Leitungen), gefolgt von Lötstellen im Steuergerät oder dem Pumpenmotor, einem schwächelnden Pumpenrelais und Luft oder alter Flüssigkeit im System. Symptome sind die ABS-Lampe, oft zusammen mit ESP und manchmal der Bremswarnleuchte, bei manchen Fahrzeugen Ausfall von Tacho oder Tempomat, ABS-Eingriffe bei niedriger Geschwindigkeit durch ein unruhiges Sensorsignal und ein hartes oder langes Pedal, wenn Ventile im Block hängen. Codes: C0035-C0050 (Raddrehzahlsensoren je Rad), C0110 (Pumpenmotor), C0121 (Ventilrelais), C0131 (Drucksensor), C0161 (Bremslichtschalter), U0121 (keine Kommunikation mit ABS), dazu herstellerspezifische wie VAG 01276 und 00290.

Anzeige728 × 90