Raddrehzahlsensor (ABS-Sensor)
Definition
Jedes Rad hat einen Drehzahlsensor, der einen gezahnten Impulsring oder einen in die Radlagerdichtung integrierten Magnetencoder abtastet und dem ABS-Steuergerät ein drehzahlproportionales Signal liefert; die vier Signale dienen ABS, ESP, Traktionskontrolle, Tacho, Berganfahrhilfe, indirekter Reifendruckkontrolle und dem Getriebe. Ältere passive (induktive) Sensoren erzeugen eine Wechselspannung, die bei sehr niedriger Geschwindigkeit verschwindet; moderne aktive (Hall- oder magnetoresistive) Sensoren werden mit 12 V versorgt, liefern ab Stillstand ein Rechtecksignal oder Stromimpulse und können auch die Drehrichtung melden. Ausfälle entstehen durch innere Brüche infolge Hitze und Vibration, durch Federungsbewegung durchgescheuerte oder gerissene Leitungen, Wasser im Stecker, einen gerissenen oder verrosteten Impulsring an Gelenkwelle oder Nabe mit unruhigem Signal sowie starken Nabenrost, der den Luftspalt vergrößert. Symptome sind ABS- und ESP-Lampe, ABS-Eingriffe im Schritttempo auf trockener Straße, bei manchen Fahrzeugen Tachoausfall und kein Tempomat; die vier Raddrehzahlen während der Fahrt in den Live-Daten vergleichen, um das aussetzende Rad zu finden. Codes: C0035/C0040/C0045/C0050 (Sensor VL/VR/HL/HR), C0031-C0034 sowie herstellerspezifische Varianten (z. B. VAG 00283-00290, BMW 5DF0-5E20, Ford C1145-C1175).