Bordnetzsteuergerät (BCM)
Definition
Das Bordnetzsteuergerät ist der Rechner für die Elektrik außerhalb des Antriebs: Innen- und Außenbeleuchtung, Zentralverriegelung, Fensterheber, Wischer, Blinker, Hupe, Alarmanlage, Schlüsselerkennung und oft die Stromverteilung an andere Steuergeräte über interne Relais und elektronische Lastschalter. Es liest Schalter direkt oder über LIN-Subbusse ein und kommuniziert über CAN mit dem Rest des Fahrzeugs; ein BCM-Fehler erzeugt daher bizarre Symptome wie Wischer, die beim Blinken anlaufen, Licht, das nicht ausgeht, kein Anlassen, weil die Startanforderung nicht weitergeleitet wird, oder eine leere Batterie, weil das Steuergerät nie in den Ruhemodus geht. Häufige Ursachen sind Wassereintritt (verstopfte Wasserkastenabläufe, undichte Frontscheibe oder Türdichtungen), korrodierte Stecker, schlechte Masse, ein Kurzschluss an einem Verbraucher, der eine Endstufe zerstört, und Softwarefehler, die ein Update behebt. Viele BCMs sind fahrzeugspezifisch codiert (FIN, Wegfahrsperre, Ausstattung), ein Ersatzgerät muss daher mit Herstellerwerkzeugen programmiert werden. Codes: U0140 (keine Kommunikation mit BCM), herstellerspezifische B1xxx-B2xxx für Lampen, Schalter und Türen, U0155/U0164 (Kombiinstrument und Klima über BCM), P0513/P0633 (Schlüssel nicht angelernt).