Glossar · Elektrik

LIN-Bus

Auch bekannt als: Local Interconnect Network, Eindraht-Bus, LIN-Subbus

Definition

LIN ist ein kostengünstiger serieller Eindraht-Bus (bis 20 kbit/s), der ein Master-Steuergerät - meist BCM, Türsteuergerät oder Klimabedienteil - mit einfachen Slaves wie Fensterhebermotoren, Spiegelverstellern, Regen-/Lichtsensor, Sitzmodulen, dem Batteriesensor, dem Generatorregler, Wischermotoren und Gebläsereglern verbindet. Der Master fragt jeden Slave in festem Zeitplan ab, daher zeigt sich ein LIN-Fehler als Gruppe gemeinsam ausfallender Funktionen statt als einzelnes Gerät. Das Signal liegt in Ruhe auf Batteriespannung und wird für Datenbits gegen Masse gezogen; ein nach Masse kurzgeschlossenes Kabel, ein Slave mit defektem Transceiver oder eine korrodierte Verbindungsstelle legt alle Teilnehmer dieses Zweigs lahm. Diagnose: Batteriespannung auf der LIN-Leitung bei Zündung ein prüfen, Signalform mit dem Oszilloskop betrachten und Slaves nacheinander abstecken; viele Diagnosegeräte zeigen, welche LIN-Slaves der Master sieht. Codes: U0xxx und herstellerspezifische B/U-Codes vom Master, z. B. U0111 (Batteriesensor), U0164 (Klima), U0151 (Airbag), U0230/U0231 (Heckklappenmodul), VAG 01xx „Datenbus LIN defekt“ und BMW A6xx LIN-Slave-Fehler.

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