Kompressionsprüfung
Definition
Die Kompressionsprüfung misst den Spitzendruck, den jeder Zylinder beim Durchdrehen mit dem Anlasser bei ausgebauten Kerzen oder Injektoren aufbaut, und zeigt den mechanischen Zustand von Kolbenringen, Ventilen und Kopfdichtung. Benziner liegen typisch bei 10-15 bar, Diesel bei 25-35 bar; entscheidend ist die Gleichmäßigkeit - die Zylinder sollten um höchstens 10-15 % voneinander abweichen. Steigt ein niedriger Wert nach Einspritzen von etwas Öl, sind die Ringe schuld; bleibt er gleich, Ventile oder Dichtung; zwei benachbarte niedrige Zylinder deuten auf einen Dichtungsdurchbruch. Beim Druckverlusttest wird Druckluft bei OT in den Zylinder gegeben und gehört, wo sie entweicht (Ansaugung, Abgas, Öleinfüllöffnung, Kühlmittel); die relative Kompressionsmessung über den Anlasserstrom mit Oszilloskop oder Diagnosegerät erfordert keine Demontage. Relevante Codes: P0300-P0312 bei dauerhaftem Aussetzer eines Zylinders, P0301 trotz getauschter Zündspule und Injektor sowie herstellerspezifische Laufruhe-Codes.