Glossar · Bremsen

Elektrische Parkbremse (EPB)

Auch bekannt als: elektromechanische Feststellbremse, EMF, elektrische Handbremse, Motor-am-Sattel, Seilzugaktuator

Definition

Die elektrische Parkbremse ersetzt den Handbremshebel durch einen Schalter: Entweder drücken kleine Elektromotoren mit Getriebe an jedem hinteren Bremssattel den Kolben über eine Spindel (Motor-am-Sattel), oder ein zentraler Aktuator zieht herkömmliche Seilzüge. Das EPB-Steuergerät bewertet die Spannkraft über den Motorstrom, löst beim Anfahren automatisch, legt bei Konfiguration beim Abstellen an und führt eine Notbremsung aus, wenn der Schalter während der Fahrt gezogen wird. Vor dem Wechsel der hinteren Beläge müssen die Kolben per Diagnosegerät oder fahrzeugeigenem Servicemenü in die Wartungsstellung gefahren werden; gewaltsames Zurückdrücken beschädigt die Spindel. Fehler sind durch Wassereintritt verbrannte oder festsitzende Motoren, verschlissene Getriebe, die klicken oder heulen, ohne zu spannen, korrodierte Stecker hinter den Rädern, bei Zentralaktuatoren gelängte oder gefrorene Seilzüge sowie ein defekter Schalter; auch Unterspannung während der Betätigung erzeugt Fehler. Symptome sind eine blinkende oder dauerhaft leuchtende Parkbremslampe, EPB-Störungsmeldungen, eine Bremse, die nicht löst oder nicht hält, und Brummen an einem Hinterrad. Codes: C1Axx-Reihe und herstellerspezifische Codes (VAG 01435/02432/C10xx, BMW 480A-480E, Ford C1A00-Reihe, Mercedes C1120), U0128 (keine Kommunikation mit Parkbremssteuergerät).

Anzeige728 × 90