Stoßdämpfer
Definition
Ein Stoßdämpfer kontrolliert die Federbewegung, indem er beim Ein- und Ausfedern Öl durch Ventile im Kolben zwingt und Bewegung in Wärme umsetzt; Gasdruckdämpfer verwenden Stickstoff, damit das Öl nicht aufschäumt. Dämpfer verschleißen schleichend - Dichtungen werden undicht, Ventile verschleißen, Gasdruck geht verloren -, sodass die Wirkung lange vor sichtbaren Anzeichen um die Hälfte sinkt, typisch nach 80.000-120.000 km. Anzeichen sind Ölspuren am Gehäuse (leichtes Schwitzen ist zulässig, nasses Laufen nicht), Nachschwingen nach einer Bodenwelle, Nicken beim Bremsen, Wanken in Kurven, Auswaschungen am Reifen und Klopfen aus einem Dämpfer mit verschlissener Stangenführung oder verlorener Gasfüllung. Elektronische Verstelldämpfer ergänzen ein Magnetventil, das das Fahrwerksteuergerät anhand von Aufbaubeschleunigungs- und Niveausensoren regelt, und melden Stromkreis- oder Plausibilitätsfehler. Achsweise paarweise ersetzen, dabei Domlager und Anschlagpuffer prüfen und neue Zweirohrdämpfer vor dem Einbau aufrecht durchpumpen. Codes: nur bei adaptiven Systemen, z. B. C1A3x, VAG 01772/01773 (Dämpferventil), BMW 5F80-Reihe, Mercedes C1xxx (ADS), Kommunikationsfehler vom Typ U0126/U0129 mit dem Dämpfungssteuergerät; konventionelle Dämpfer setzen keine.