Anlasser (Starter)
Definition
Der Anlasser ist ein Hochstrom-Gleichstrommotor mit integriertem Magnetschalter, der das Ritzel in den Zahnkranz des Schwungrads schiebt und die Hauptkontakte schließt, um den Motor durchzudrehen; er zieht beim Benziner 150-400 A, bei großen Dieseln mehr. Das Motor- oder Bordnetzsteuergerät schaltet den Magnetschalter meist über ein Relais und prüft vorher Wegfahrsperre, Wählhebelstellung, Kupplungs- oder Bremsschalter und bei Start-Stopp-Fahrzeugen den Batteriezustand. Fehler sind ein einzelnes Klicken ohne Durchdrehen (verbrannte Magnetschalterkontakte, verschlissene Kohlen, schlechtes Batteriekabel), langsames Drehen (Übergangswiderstand, schwergängige Lager, schwache Batterie), Kratzgeräusche (verschlissene Ritzel- oder Zahnkranzzähne) und Surren ohne Eingriff (durchrutschender Freilauf). Beim Starten die Spannung an der Batterie sowie an Haupt- und Steuerklemme des Anlassers messen: mehr als 0,5 V Abfall auf einer Leitung oder dem Massepfad bedeutet Verkabelung reparieren, nicht Anlasser tauschen. Codes: P0615-P0617 (Anlasserrelais-Stromkreis), P0512 (Startanforderung), B-Codes des Bordnetzsteuergeräts zur Startfreigabe, U-Codes bei Kommunikationsverlust zum Startersteuergerät bei Start-Stopp-Systemen.