Glossar · Fahrwerk & Lenkung

Nachlauf (Achsvermessung)

Auch bekannt als: Nachlaufwinkel, Spreizung (verwandt), Lenkachsneigung

Definition

Der Nachlauf ist die Neigung der Lenkachse (der Linie durch oberes und unteres Kugelgelenk bzw. Domlager und unteres Gelenk) nach vorn oder hinten von der Seite gesehen; positiver Nachlauf legt die Lenkachse vor die Reifenaufstandsfläche - wie beim Einkaufswagenrad - und sorgt für Rückstellung, Geradeauslauf und Lenkgefühl. Moderne Fahrzeuge fahren mit mehreren Grad positivem Nachlauf (3° bis 8° und mehr), der ab Werk selten einstellbar ist; ein Wert außerhalb der Toleranz bedeutet daher fast immer ein verbogenes oder verschlissenes Teil: Querlenker, Achsträgerbefestigung, Federbeindom oder das hydraulische hintere Querlenkerlager, das den Lenker unter Last nach hinten wandern lässt. Eine Nachlaufdifferenz von mehr als etwa einem halben Grad zwischen den Seiten lässt das Fahrzeug zur Seite mit weniger Nachlauf ziehen, was oft für ein Reifen- oder Bremsenproblem gehalten wird. Zu wenig Nachlauf fühlt sich leicht und wandernd an mit schlechter Rückstellung nach der Kurve; zu viel macht die Lenkung schwer und verstärkt Lenkradflattern durch unwuchtige Räder. Auf dem Achsmessstand wird er durch Einschlagen der Räder um einen festen Winkel gemessen; immer prüfen, wenn ein Fahrzeug trotz korrekter Spur und korrektem Sturz zieht. Keine Codes; verwandte Themen sind Querlenkerlager, Domlager und Unfallinstandsetzung.

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